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Wie zu Liszts Zeiten (Helmut Christian Mayer, 01.02.2011)

 

Es hat schon einen ungemeinen Reiz, Werke eines Komponisten wie Franz Liszt mit Originalinstrumenten wie zu Lebzeiten des Komponisten zu hören. So geschehen beim Liszt Festival Raiding. Die Wiener Akademie unter dem enorme Spannung erzeugenden Martin Haselböck musizierte mit höchster Vitalität, einer reichen Palette an Dynamik und Farben mitreißend, überwiegend präzise: Neben kleineren Gelegenheitswerken erklang die „Berg-Symphonie“, Liszts erste Symphonische Dichtung mit seiner auch heute noch fremdartig klingenden Instrumentierung. Auch „Les Préludes“ mit dem heroisch-zündenden Eingangspassagen, aber auch den wunderbar lyrischen Passagen geriet zum Ereignis.