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„Aus dem Rahmen“ auf TW1 (23.06.2011)

Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt hat sich Karl Hohenlohe u.a. beim Intendanten des Liszt-Festivals Eduard Kutrowatz über das Musikgenie aus dem Burgenland informiert.

 

„Wer einmal hier war, kommt gerne wieder“, die Worte von Eduard Kutrowatz, dem Intendanten des Liszt-Jahres 2011 im kleinen burgenländischen Dorf Raiding sind keine leeren Versprechungen. Denn die Akustik des neuen Konzertsaals, der sich direkt neben Liszts Geburtshaus befindet, ist atemberaubend. „Jeder Zuhörer hat das Gefühl, mitten in der Musik zu sitzen“, beschreibt Kutrowatz, nachdem er für Karl Hohenlohe Liszts Liebestraum zum Besten gibt.

Zudem erfährt der Moderator, was es mit der Erfolgsgeschichte der „Lisztomania“ auf sich hat und dass sich dieses Wortspiel moderner anhört, als es eigentlich ist. „Es handelt sich nämlich um einen historischen Begriff von Heinrich Heine“, erklärt der Intendant. Obwohl Kutrowatz täglich mit Liszt konfrontiert wird, bezeichnet er seinen Beruf nach wie vor als spannende und wunderbare Aufgabe. Langeweile ist hier offensichtlich ein Fremdwort. Denn immerhin seien nur fünf Prozent von Liszts Werken bekannt und es gilt, den Rest ausfindig zu machen – für Kutrowatz ein wahres Vergnügen. „Vor zehn Jahren waren sieben Werke bekannt, heuer werden 142 Einzelwerke von Liszt aufgeführt“, für den künstlerischen Leiter ist Liszt somit ein „Zukunftskomponist“.

Über die Geschichte des Geburtshauses und die darin befindliche Ausstellung informiert sich Karl Hohenlohe für „Aus dem Rahmen“ bei Dr. Klaus-Jürgen Bauer. Als Architekt und Gestalter von „Lisztomania 2011“ hat er neben der Ausstellung in Liszts Geburtshaus auch jene in der Kirche in Unterfrauenhaid – wo Liszt getauft wurde - sowie zwei weitere Ausstellungen in Eisenstadt arrangiert. Von ihm erfährt der Moderator, dass Liszts Vater ein Schäfer mit einer Besonderheit war: „Er war ein wahnsinniger Musikfreund.“ Dass Franz Liszt bereits in jungen Jahren mit Musik „infiziert“ wurde, hatte er seinem Vater zu verdanken. Bauer verrät ferner, was hinter der blauen Farbe, die sich durch alle vier Ausstellungen zieht, steckt und wie dadurch die Stimmung und das Lebensgefühl der vergangenen Zeit in die Gegenwart gebracht werden soll.

 

Die Folge daraus – Karl Hohenlohe gibt sich nicht mit einer Ausstellung zufrieden. Er besucht auch das originale Taufbecken von Franz Liszt und lässt sich von Dechant Janusz Jamroz, dem Pfarrer der Kirche in Unterfrauenhaid, die Geschichte darüber erzählen: „Es kommen viele Leute, nur um dieses Taufbecken zu berühren.“ Ebenso trifft Karl Hohenlohe für „Aus dem Rahmen“ den Leiter des Diözesanmuseums Eisenstadt, Bernhard Weinhäusl – in der Sendung erzählt er, warum Franz Liszt der Institution Kirche gegenüber kritisch eingestellt war und dass er ein Drittel seines Vermögens für soziale Zwecke gespendet hat. Über die Landesausstellung in Eisenstadt informiert sich Karl Hohenlohe bei Dr. Wolfgang Kuzmits vom Kulturservice Burgenland. Ein gemeinsamer Spaziergang mit ihm durch die faszinierenden Räume der Ausstellung rundet die Sendung ab. Bei Karl Hohenlohe scheint die „Lisztomanie“ nun endgültig ausgebrochen zu sein.